TeilnehmerInnen

Barbara Asen | 2000-2005: Lehramtsstudium der Geschichte und Germanistik an der Universität Salzburg. Diplomarbeit: „Lachen, worüber einem der Humor vergehen könnte.“ Eine Geschlechtergeschichte des österreichischen Kabaretts zwischen 1950 und 1990. 2005-2012: Doktoratstudium der Geschichte an der Paris Lodron, Universität Salzburg und an der Universität Bielefeld. Dissertation: „Mit Witz auf der Zunge und Wut im Bauch.“ Feministisches Kabarett als Ort der Geschlechterpolitik in Österreich und der Bundesrepublik Deutschland (1970 bis 2000). 2008/09 Mitarbeiterin am Projekt der Thyssen-Stiftung: „Edition der Autobiographie des Historikers Karl Brandi (1868-1946)“ an der Universität Salzburg (Projektleiter: Prof. Dr. Arno Strohmeyer). Seit Juni 2010 Projektmitarbeiterin (postdoc) des FWF-Projekts „(Über) Liebe schreiben? Historische Analysen zum Verhandeln von Geschlechterbeziehungen und -positionen in Paarkorrespondenzen des 19. und 20. Jahrhunderts”. Publikationen (Auswahl): „Lachen, worüber einem der Humor vergehen könnte.“ Eine Geschlechtergeschichte des österreichischen Kabaretts zwischen 1950 und 1990, Saarbrücken: VDM-Verlag 2008. „Umso älter, desto ich!“. Alter, Geschlecht und Identität im feministischen Kabarett. Die Texte der Marie-Thérèse Escribano, in: L’Homme. Europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft, Nr.1 (2006), S.109-121.

Juri Auderset | Studium der Geschichte und Deutschen Literatur an der Universität Fribourg; Doktorand des Schweizerischen Nationalfonds zu Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) zum Thema: Transnationale Geschichte des Föderalismus im langen 19. Jahrhundert. Transfers und Verflechtungen; Mitarbeiter im Archiv für Agrargeschichte. Adresse: juri.auderset@unifr.ch

Yavuz Aykan | PhD Candidate at the Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (CETOBAC) Paris.

Beat Bächi | Dr. sc.; Studium der Allgemeinen Geschichte, Soziologie und Philosophie, Universität Zürich; Promotion an der ETH Zürich (Künstliches Vitamin C: Roche und die Politik eines chemischen Körpers, 1933-1954); Forschungsaufenthalte am Laboratoire Techniques, Territoires et Sociétés (Université Marne-la-Vallée, France) und am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin; Projektmitarbeiter am Institut für Wissenschafts- und Technikforschung, Universität Bielefeld; PostDoc an der Bielefeld Graduate School in History and Sociology und Nachwuchsgruppenleiter am Zentrum für interdisziplinäre Forschung, Bielefeld; seit Oktober 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Archiv für Agrargeschichte im vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Projekt zur Geschichte der agrarisch-industriellen Wissensgesellschaft im 19. und 20. Jahrhundert. Hierbei interessiert er sich besonders für den Umgang mit lebenden Ressourcen (Tier- und Pflanzenzucht, Ökonomien der Reproduktion, Chemie- und Biopolitik). Neben der Agrargeschichte umfassen seine Forschungsschwerpunkte die Wissens-, Technik- und Medizingeschichte sowie die Geschichte des Körpers und der Sexualität.

Peter Becker | Ebenfalls beteiligt am Roundtable 2.  Peter Becker unterrichtet am Institut für Geschichte der Universität Wien. Er ist Mitbegründer des Kulturgeschichtetages. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der Kultur- und Kommunikationsgeschichte der Verwaltung, der Geschichte der Verwaltungsreform, dem Internationalismus in der Habsburgermonarchie und der Geschichte biologischer Erklärungen sozialen Verhaltens. Kürzlich erschienen sind Sprachvollzug im Amt. Kommunikation und Verwaltung im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts. Bielefeld: Transcript 2011; „… dem Bürger die Verfolgung seiner Anliegen erleichtern.“ Zur Geschichte der Verwaltungsreform im Österreich des 20. Jahrhunderts., in: Heinrich Berger, Melanie Dejnega, Regina Fritz, Alexander Prenninger (Hg.): Politische Gewalt und Machtausübung im 20. Jahrhundert, Zeitgeschichte, Zeitgeschehen und Kontroversen. Wien: Böhlau 2011, S. 113-138, The Coming of A Neurocentric Age? Neurosciences and the new biology of violence: a historian‘s comment, in: Medicina & Storia 10, 2010, S. 103-130, Reading the signs of work on the body: the police facing people on the move, in: Livia Antonelli (Hg.), La polizia del lavoro: il definirsi di un ambito di controlli. Soveria Mannelli: Rubbettino 2011, S. 63-79, Lombroso come ,luogo della memoria‘ della criminologia, in: Silvano Montaldo (Hg.), Cesare Lombroso. Gli Scienziati e la Nuova Italia. Bologna: Il Mulino 2011, S. 33-51.

Eva Binder | Dr. phil., Slawistin, seit 1999 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Slawistik der Universität Innsbruck. Forschungsgebiete: die russische Kultur des 20. Jahrhunderts unter dem Aspekt von kulturwissenschaftlichen, film- und literaturhistorischen sowie medienwissenschaftlichen Fragestellungen; Publikationen zuletzt: Migrationsliteraturen in Europa (hrsg. gem. mit Birgit Mertz-Baumgartner), erscheint 2012 bei Innsbruck University Press (IUP); „Sokurov’s Film Portraits“, in: Birgit Beumers; Nancy Condee (Hg.): The Cinema of Alexander Sokurov, London, New York: I.B.Tauris 2011, 28–42; „,Leningrads Heldentat‘“: Die filmische Verarbeitung der Blockade“, in: Osteuropa, 8–9/2011, 309–322.

Ulrich Breuer | Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er studierte Germanistik, Philosophie und Erziehungswissenschaft in Münster, wo 1994 die Promotion erfolgte (Melancholie und Reise. Studien zur Archäologie des Individuellen im deutschen Roman des 16.-18. Jahrhunderts. Münster/Hamburg 1994). Von 1996 bis 2000 war er als Feodor-Lynen-Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung Gastprofessor am Germanistischen Institut der Universität Helsinki. 2000 erfolgte die Habilitation in Helsinki (Bekenntnisse. Diskurs – Gattung – Werk. Frankfurt a.M. 2000). Von 2000 bis 2003 hatte er eine Professur für Deutsche Literatur und Kultur an der Universität Jyväskylä inne. Von 2003 bis 2006 war er Professor für Germanische Philologie an der Universität Helsinki. Er ist Mitherausgeber der Reihe facies nigra. Studien zur Melancholie in Literatur und Kunst (zus. mit Ludwig Völker), Hauptherausgeber der Kritischen Friedrich Schlegel-Ausgabe, Gründungspräsident der Friedrich Schlegel-Gesellschaft und Mitherausgeber des Jahrbuchs Athenäum (zus. mit Nikolaus Wegmann). Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören: Melancholieforschung, Autobiographie, Romantik, Ästhetische Theorien, Kulturgeschichte. Zuletzt erschienen: Antike – Philologie – Romantik. Friedrich Schlegels altertumswissenschaftliche Manuskripte. Paderborn u.a. 2011 (hg. zus. mit Christian Benne); Textprofile stilistisch. Beiträge zur literarischen Evolution. Bielefeld 2011 (hg. zus. mit Bernhard Spies).

Thomas Buchner | Studierte Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Salzburg. Seit 2010 Post Doc researcher im Projekt ‚Production of Work‘ (ERC Starting Grant, Leitung: Dr. Sigrid Wadauer) am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien. Neuere Publikationen: Möglichkeiten von Zunft. Frühneuzeitliche Wiener und Amsterdamer Zünfte im Vergleich, Wien: Deuticke 2004 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte 43); Gemeinsam mit Robert Brandt: Soziale Sicherung durch korporative Einbindung. Das Beispiel der städtischen Zünfte, in: Christoph Kampmann et al., Hg., Sicherheit in der Frühen Neuzeit, Köln/Weimar/Wien: Böhlau 2013 (i.V.); Sigrid Wadauer, Thomas Buchner, Alexander Mejstrik, Introduction: Job search and job placement in the 19th and 20th centuries, in: Sigrid Wadauer, Thomas Buchner, Alexander Mejstrik, Hg., History of Labour Intermediation. Institutions and Individual Ways of Finding Employment, New York: Berghahn 2013.

Eva Cescutti | Mag. Dr. phil., Studium der Klassischen Philologie und der Vergleichenden Literaturwissenschaft in Innsbruck und Padua; Promotion an der Universität Wien 1995 (Dissertation: Hrotsvit und die Männer, Druck: München 1998); akademische Stationen an den Universitäten München (DFG-Graduiertenkolleg “Geschlechterdifferenz und Literatur”) und Wien (Institut für Romanistik, Projekt “Die Querelle des Femmes in der Iberoromania”, gefördert vom ö. BM für Bildung, Wissenschaft und Kultur) sowie am IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften, Wien. Seit 2005 Referentin im Bildungs- und Wissenschaftsressort der Südtiroler Landesregierung und Gymnasiallehrerin für Griechisch und Latein. Forschungsschwerpunkte: Geschlechtergeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit; monastische Lebensformen im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. Neuere Publikationen: Lieben auf Lateinisch – Emotion oder rhetorische Codierung? Zu den Epistolae Duorum Amantium 24 und 25. In: Christina Lutter (Hrsg.), Funktionsräume, Wahrnehmungsräume, Gefühlsräume. Mittelalterliche Lebensformen zwischen Kloster und Hof (Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 59), Wien/München (Böhlau/Oldenbourg) 2011, S. 81– 94; Mädchenschule und Frauenkongregation: Maria Hueber „revisited“. In: Brigitte Mazohl und Ellinor Forster (Hrsg.), Frauenklöster im Alpenraum (Schlernschriften 355), Innsbruck 2012, S. 155–170.

Barbara Derler | Studierte Geschichte, Philosophie/Psychologie/ Pädagogik in Wien, Graz und Zagreb. Ihr Studium absolvierte sie in Südosteuropäischer Geschichte an der Universität Graz mit einer Diplomarbeit über den Jugoslawienkrieg von 1991 bis 1995 am Beispiel der Stadt Dubrovnik. Seit damals interessiert sie das Visuelle in Theorie und Praxis. Von 2003 bis 2005 arbeitete sie im FWF- Projekt “Familienstrukturen und Ethnizität. Fallbeispiele aus Makedonien”, wo sie sich mit dem Verhältnis von Familienformen und der Architektur von Einfamilienhäusern beschäftigte. Von 2004 bis 2007 assistierte sie dem amerikanischen Anthropologen Joel M. Halpern (University of Massachusetts) bei der Digitalisierung seines umfangreichen Fotobestands. In dieser Zeit schloss sie auch die Fotoakademie Graz ab. Barbara Derler war an visuellen Feldforschungen in Kroatien, Makedonien und Serbien beteiligt. Zurzeit ist sie im FWF-Projekt “Visualisierungen von Familie, Geschlecht und Körper. Der Balkan ca. 1860-1950.” an der Universität Graz am Zentrum für Südosteuropäische Geschichte beschäftigt. In ihrer Dissertation untersucht sie Darstellungsformen der bosnischen Bevölkerung in den Anfängen der wissenschaftlichen Erforschung des Landes, auf Postkartenmotiven und in der Atelierfotografie vor Ort im Zeitraum von der Okkupation des Landes im Jahre 1878 bis zum Ende des 1. Weltkrieges.

Elisabeth Dietrich-Daum | Historikerin am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie an der Universität Innsbruck. Als Dozentin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte leitete sie mit KollegInnen mehrere Projekte im Bereich der Medizin- und Psychiatriegeschichte: zwischen 2002 und 2008 das INTERREG IIIA- Projekt „Historiae Morborum. Die Krankengeschichten des Franz von Ottenthal (1818-1899)“ (http://www.uibk.ac.at/ottenthal/), zwischen 2008 und 2011 das INTERREG IV-Projekt (Italien-Österreich) „Psychiatrische Landschaften. Die Psychiatrie und ihre Patientinnen und Patienten im historischen Raum Tirol-Südtirol von 1830 bis zur Gegenwart“ (http://www.psychiatrische-landschaften.net/) und seit 2011 das Projekt „Die Patienten und PatientInnen des Südtiroler Landarztes Franz von Ottenthal (1818-1899). Eine vergleichende Analyse mit deutschen und Schweizer Arztpraxen des 17.-19. Jahrhunderts“, gefördert durch die Autonome Provinz Bozen-Südtirol. Zu ihren wichtigsten Publikationen zählen: Die „Wiener Krankheit“. Eine Sozialgeschichte der Tuberkulose in Österreich (= Sozial- und Wirtschaftshistorische Studien, Bd. 32), Wien-München 2007; Arztpraxen im Vergleich: 18.–20. Jahrhundert, hg. gem. mit Martin Dinges, Robert Jütte und Christine Roilo, Innsbruck-Wien-Bozen 2008; Psychiatrische Landschaften. Die Psychiatrie und ihre Patientinnen und Patienten im historischen Tirol seit 1830, hg. gem. mit Hermann J.W. Kuprian, Michaela Ralser, Maria Heidegger, Siglinde Clementi, Innsbruck 2011.

Ana Djordjević | Seit August 2010 im FWF-Projekt “Visualisierungen von Familie, Geschlecht und Körper. Der Balkan ca. 1860-1950″ an der Universität Graz am Zentrum für Südosteuropäische Geschichte beschäftigt. Sie hat Kultur- und Sozialanthropologie, Interdisziplinäre Balkanstudien und Russisch in Wien, Maynooth (Irland) und Nischni Nowgorod (Russland) studiert und sich dabei mit visueller Anthropologie und ethnographischer Fotografie näher beschäftigt. Ihren Abschluss hat sie 2007 an der Universität Wien mit einer Diplomarbeit über die Migrationen der Vlachen – einer ethnischen Gemeinschaft im Nordosten Serbiens – und deren Auswirkungen auf Identitätsformationen erworben. Danach sammelte sie Berufserfahrungen im privaten und internationalen Sektor, bevor sie sich wieder der Wissenschaft zuwandte. Ihr aktuelles Forschungsinteresse ist an der Schnittstelle der Visual und Gender Studies gelagert und gilt der Analyse der Belgrader Atelierfotografie um 1900. Seit November 2010 unterstützt sie zudem das Redaktionsteam einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift.

Matthias Emrich | Studierte Deutsche Philologie, Politikwissenschaft und Erziehungswissenschaften in Mainz und ist seit 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er war mit der Antragskoordination zu editionswissenschaftlichen DFG-Projekten und der Implementierung elektronischer Prüfungs- und Lehrverfahren am Deutschen Institut beschäftigt. Er ist außerdem Sprecher des Forums Junge Kulturwissenschaften in Mainz und arbeitet an einer Dissertation über Friedrich Schlegel als Kulturhistoriker.

Ute Frietsch| Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Privatdozentin am Institut für Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und leitet das Projekt Praktiken, Räume, Stil. Ein praxeologisches Handwörterbuch der historischen Kulturwissenschaften. Sie ist habilitiert im Fach Kulturwissenschaft (HU Berlin) und promoviert im Fach Philosophie (FU Berlin und Université de Paris 8). Sie ist u.a. Mitglied der International Society for Cultural History sowie des Wissenschaftlichen Beirates der Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte. Ihre aktuellen Arbeitsschwerpunkte sind: Praktiken, Methoden und Theorien der Kulturwissenschaft/en, die Geschichte der Geisteswissenschaften, die Geschichte des Verhältnisses von Geistes- und Naturwissenschaften (etwa am Beispiel der Alchemie), Theorien des Übersetzens sowie Praxeologie und Gender Studies. Zu ihren aktuellen Veröffentlichungen zählen:  „Das Theater des Marquis de Sade“, in: Ulrike Auga et al. (Hg.), Dämonen, Vamps und Hysterikerinnen. Geschlechter- und Rassenfigurationen in Wissen, Medien und Alltag um 1900. Festschrift für Christina von Braun, Bielefeld 2011, S. 217-232; „Endlichkeit und Wiederholung. Michel Foucault als Kritiker der Anthropologie“, in: Bettina Bock von Wülfingen und Ute Frietsch (Hg.), Epistemologie und Differenz. Zur Reproduktion des Wissens in den Wissenschaften, Bielefeld 2010, S. 113-132; sowie die Übersetzung: Michel Foucault. Einführung in Kants Anthropologie, Berlin 2010. Ihre Monographie: Häresie und Wissenschaft. Eine Genealogie der paracelsischen Alchemie ist im Erscheinen.

Ellinor Forster | Universitätsassistentin und Inhaberin einer Elise-Richter-Stelle mit dem Habilitationsprojekt „Veränderung der Gesellschaft durch Regieren und Verwalten. Politische Kommunikation in den Territorien Ferdinands III. – Toskana, Salzburg und Würzburg 1790–1824“ am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie an der Universität Innsbruck. Forschungsschwerpunkte: Rechts- und Geschlechtergeschichte, Politische – insbesondere symbolische – Kommunikation um 1800. Zuletzt erschienen ein mit Marco Bellabarba, Hans Heiss, Andrea Leonardi und Brigitte Mazohl herausgegebener Sammelband „Eliten in Tirol zwischen Ancien Régime und Vormärz / Le élites in Tirolo tra Antico Regime e Vormärz“ (2010) und ein gemeinsam mit Margareth Lanzinger, Gunda Barth-Scalmani und Gertrude Langer-Ostrawsky verfasster Band „Aushandeln von Ehe. Heiratsverträge der Neuzeit im europäischen Vergleich“ (2010).

Marie Luisa Frick |

Lina Gafner | 2003-2009 Studium der Geschichte, Philosophie und deutschen Literatur an der Universität Bern. Publizierte Lizentiatsarbeit zum Thema Sexualreformbewegung in der Schweiz: „Mit Pistole und Pessar“. Sexualreform und revolutionäre Gesellschaftskritik im Zürich der 1920er- und 1930er-Jahre, Nordhausen 2010. Derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medizingeschichte in Bern. In ihrem Dissertationsprojekt, finanziert durch den Schweizerischen Nationalfonds, untersucht sie das Praxisjournal des Bieler Arztes Cäsar Adolf Bloesch (1804-1863) aus einer wissensgeschichtlichen Perspektive.

Rita Garstenauer | Studium der Geschichte an der Universität Wien und am European University Institute in Fiesole/Italien, derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte des ländlichen Raumes in St. Pölten und Lehrbeauftragte an der Universität Wien; Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: populare Autobiographik, Agrargeschichte Niederösterreichs im 20. Jahrhundert, Geometric Data Analysis; Adresse: rita.garstenauer@eui.eu.

Wolfgang Gasser | Geb. in Bregenz; Studium der Geschichte und Judaistik in Wien, Berlin und Jerusalem; Mitarbeit an verschiedenen historisch-kulturwissenschaftlichen Projekten (Institut für jüdische Geschichte Österreichs, Jüdisches Museum Hohenems und Israelitische Kultusgemeinde Wien), sowie bei Entschädigungsleistungen der Republik Österreich (Österreichischen Versöhnungsfonds; Allgemeinen Entschädigungsfonds für Opfer des Nationalsozialismus); Promotion zum Thema „Erlebte Revolution 1848/49 – das Wiener Tagebuch des jüdischen Journalisten Benjamin Kewall“, das als Projekt am Institut für jüdische Geschichte Österreichs (INJOEST) durchgeführt wurde. Seit 2010 mit der Durchführung des Sparkling Science Projektes „Sag mir wo die Juden sind? Zum Beispiel: St. Pölten. Migration und Gegenwart, Vertreibung und Gedächtnis“ am INJOEST betraut und als Historiker für den Nationalfonds der Republik Österreich tätig. Forschungsschwerpunkt: Kultur- und Sozialgeschichte der österreichischen Juden in der Neuzeit.

Alexander Geppert | Leiter der Emmy Noether-Forschergruppe „Die Zukunft in den Sternen: Europäischer Astrofuturismus und außerirdisches Leben im 20. Jahrhundert” am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Studium der Geschichtswissenschaft, Philosophie und Psychologie in Bielefeld, Baltimore und Göttingen; Promotion am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz; Forschungsaufenthalte in Berkeley, Paris, London, Wien, Essen und an der Harvard University. Innerhalb des Forschungsfeldes europäische Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts verschiedene Schwerpunkte zum Verhältnis von Räumlichkeit, Wissen und Transzendenz, so zu Welt- und Kolonialausstellungen, zu Wundern der Zeitgeschichte sowie zur Geschichte des Space Age und des Weltraums in der europäischen Imagination. Veröffentlichungen u.a.: Fleeting Cities: Imperial Expositions in Fin-de-Siècle Europe (Basingstoke 2010); Wunder: Poetik und Politik des Staunens im 20. Jahrhundert (Berlin 2011; Hg., mit Till Kössler); Imagining Outer Space: European Astroculture in the Twentieth Century (Basingstoke 2012; Hg.). Alexander Geppert ist Mitbegründer des Kulturgeschichtetages und gibt zudem mit Peter Becker u. a. die Buchreihe 1800 | 2000: Kulturgeschichten der Moderne heraus.

Martin Gierl | 1989-1995 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPI für Geschichte, Göttingen; 1995 Research Fellow am MPI für Wissenschaftsgeschichte, Berlin; 1997-2001 Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen; 2002 Habilitation, Universität Göttingen; 2003 Jean-Monnet-Fellow, IUE Florenz; 2004 Ahmanson Getty Fellow, Clark Library, UCLA; 2005 Gastprofessor, MSH Paris; 2006 Dozent in Göttingen, Berlin, Kassel; 2007 Vertretung des Lehrstuhls für Europäische Geschichte sowie für Frühe Neuzeit, Universität Wien; 2008 Vertretung des Lehrstuhls für Theorie und Methoden der Geschichte, Universität Göttingen; seit 2009 Gastprofessor an der LMU München/ SFB 573.

Andrea Griesebner | Associate professor at the department of History at the University of Vienna. She obtained her PhD in 1998 and her habilitation in 2001, both for her microhistorical studies in the field of early modern gender and criminal history. During the academic year 2002 she was visiting professor at the History Department at Georgetown University, Washington DC, USA. Her principal fields of research are early modern cultural, criminal, law and gender history; theory and methodology of history and feminist theory. Currently she works on catholic marital jurisdiction and directs a research project on proceedings of cohabitation and separation from bed and board from the 16th to the mid 19th century, financed by the Austrian Science Fund (FWF): http://ehenvorgericht.wordpress.com/forschungsprojekt/
She is one of the founding members and organizers of the research group on early modern gender history, meeting annually in November in Stuttgart, Germany: http://www.univie.ac.at/ak-geschlechtergeschichte-fnz/

Irina Gradinari | Dr. phil, Studium der Germanistik und Slavistik an der Mecnikov- Staatsuniversität Odessa (Ukraine). Promotion in der Neueren deutschen Literaturwissenschaft an der Universität Trier zum Thema „Genre, Gender und Lustmord. Mörderische Geschlechterfantasien in der deutschsprachigen Gegenwartsprosa“. Forschungsschwerpunkte: Gender Studies, Psychoanalyse, Erinnerungstheorien und Film Studies. Aktuelles Projekt: Deutsch-russische Filmerinnerungen an den Zweiten Weltkrieg. Letzte Publikationen: Geschlechter- Szene. Repräsentation von Gender in Literatur, Film, Performance und Theater. Freiburg: fwpf 2010 (Zusammen mit F. Bergmann und A. Eder); „Der Krieg hat kein weibliches Gesicht.“ Die Frau im sowjetischen Kriegsfilm: Im Morgengrauen ist es noch still von Stanislav Rostockij. In: Frieß, N./ Ganschow, I./ Gradinari, I/ Rutz, M. (Hg.): Texturen – Identitäten – Theorien. Potsdam Universitätsverlag 2011; Auf den Leib geprägt: Transgressive Körpererinnerungen im russischen Kriegsfilm der Gegenwart, in: Ritzer, I./ Stiglegger, M. (Hg.): Global Bodies. Berlin: Bertz+Fischer 2012; Minorisierung als cineastischer Effekt. Lili Marleen von R.W. Fassbinder. In: Schößler, F./ Thurn, N. (Hg.): Minoritäten bei Rainer Werner Fassbinder, Bielefeld: Transcript 2012.

Karin Gottschalk | Dr. phil., Historikerin, Universität Frankfurt am Main, Historisches Seminar; geschäftsführende Leiterin des Leibniz-Projekts „Verwandtschaft in der Vormoderne. Institutionen und Denkformen intergenerationeller Übertragung“, Habilitationsprojekt „Dispositionsfreiheit oder familiale Bindung? Der Letzte Wille im vormodernen Deutschland und England“. Forschungsschwerpunkte: Historische Verwandtschaftsforschung, Geschlechtergeschichte, Rechtsgeschichte, Sozial- und Kulturgeschichte der lokalen Verwaltung in der Frühen Neuzeit.

Michaela Hohkamp | Seit dem WS 2011 Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit am Historischen Seminar der Leibniz Universität Hannover und zugleich Inhaberin der Christian Gottlob Heyne-Professur mit Schwerpunkt Raum und Region. Nach dem Studium an der Universität Göttingen als Mitarbeiterin in verschiedenen Forschungsprojekten am dortigen Max-Planck-Institut für Geschichte beschäftigt, wechselte sie nach ihrer Promotion über Herrschaft- und Staatsbildungsprozesse (Titel der Arbeit: Herrschaft in der Herrschaft. Die vorderösterreichische Obervogtei Triberg zwischen 1737 und 1780, Göttingen 1998) an die Freie Universität wo sie sich nach mehreren Forschungsaufenthalten (u.a. Österreich, Italien, USA) im WS 2006/2007 mit einer Arbeit über „Transmission von Herrschaft und Verwandtschaft in der reichsfürstlichen Gesellschaft zwischen dem 15. und dem 19. Jahrhundert“ sowie einem öffentlichen Vortrag über Töchter von Gelehrten an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert „zwischen Fremd- und Selbstzwang“ habilitierte. Eine Zeitprofessur für Geschichte der Frühen Neuzeit/ Historische Anthropologie und Geschlechtergeschichte in den Jahren 2008-2011 folgte. Ihre Schwerpunkte in der Forschung umfassen die Geschichte der ländlichen Gesellschaft in der Frühen Neuzeit, adelige Verwandtschaft und Herrschaft zwischen dem 15. und dem 19. Jahrhundert, Themen der Frauen- und Geschlechtergeschichte sowie Gegenstände der europäischen Historiografie. Neueste Publikationen in Auswahl: Schwestern, Schwäger, Schweigersöhne und Töchter oder ein gemeinsam „bewohnt[es] ehebett: Heiratsabreden im Ancien Régime, in: L`Homme. Europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft, Jg. 22, H. 1 (2011), S. 109-119; Transdynasticism at the Dawn of the Modern Era: Kinship Dynamics among Ruling Families, in: Christopher Johnson u.a (Hg.), Transregional Families in Europe and Beyond. Experiences since the Middle Ages, New York 2011, S. 93-106. Aktuelles Projekt: Gemordete Söhne, lebende Schwestern: Erzählungen über Herrschaft und Verwandtschaft vom späten Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Ein Beitrag zur Geschichte der Geschichtsschreibung aus geschlechtergeschichtlicher Perspektive“ (geplant für 2013).

Andreas Hütig | Studierte Philosophie, Politikwissenschaft, Literaturwissenschaften und Jura an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er wurde 2009 mit einer Arbeit zu Ernst Cassirers Theorie der Moderne promoviert. Während des Studiums erhielt er ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Von 1999 bis 2008 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Philosophischen Seminars der JGU, von 2007 bis heute zugleich in der Geschäftsführung des Historisch-Kulturwissenschaftlichen Forschungszentrums Mainz-Trier bzw. des Forschungsschwerpunktes Historische Kulturwissenschaften an der JGU tätig. Seit 2008 ist er zudem wissenschaftlicher Mitarbeiter des Studium generale der JGU. Seine Forschungsgebiete umfassen die Kulturphilosophie der Neuzeit, die Theorie der Kulturwissenschaften und Grundlegungs- und Anwendungsfragen der Ethik. Neben der Dissertation zu Cassirers Theorie der Moderne (Mainz 2009) hat er als (Mit-)Herausgeber Bände zu Positionen, Praktiken und Perspektiven der Historischen Kulturwissenschaften (Bielefeld 2010), zu Grundlinien der Aufklärung und Aufklärungskritik (Berlin 2006), zur Interkulturalität (Frankfurt u.a. 2004) sowie zum Kulturphänomen Fußball (Kassel 2004) vorgelegt. Derzeit arbeitet er im Rahmen des Projekts „Vor der Kulturgeschichte“ an kulturgeschichtlichen Texten des 18. Jahrhunderts.

Christof Jeggle | Studium der Neuere Geschichte und Literaturwissenschaft (Ältere Deutsche Literatur) an der Freien Universität Berlin, 1992 Magister Artium. 1993–1994 Förderung durch ein Promotionsstipendium gemäß Nachwuchsförderungsgesetz Berlin; 1995–2000 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Freien Universität Berlin; 2002–2004 Wissenschaftlicher Angestellter im DFG-Projekt ‚Reichweite und Grenzen der Integration von ethnischen und religiösen Minderheiten in der Frühen Neuzeit’, Teilprojekt ‚Savoyische Handelsbücher am Oberrhein. Die Rechnungsbücher der Perrollaz–Chartier in Laufenburg am Rhein im 18./19. Jahrhundert’ an der Universität Freiburg; 2004–2007 Wissenschaftlicher Angestellter am Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Otto-Friedrich-Universität Bamberg; 2009 Promotion im Fach Neuere Geschichte mit einer Dissertation zum Thema ‚Leinen aus Münster im 16. und 17. Jahrhundert’ an der Freien Universität Berlin; 2009–2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt ‚Märkte – Netzwerke – Räume Wirtschaftsbeziehungen und Migrationsprozesse in der Frühen Neuzeit (1500–1800)’, Teilprojekt: ‚Neue Märkte? Wirtschaftliche Beziehungen zwischen Italien und Oberdeutschland im 17. Jahrhundert (1630–1700)’ an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, seit 2009 Koordinator eines DFG-Gruppenantrags für ein weiterführendes Projekt zum Thema ‚Die Konstituierung von Märkten’. Außerdem seit 2012 Assoziiertes Mitglied ANR-Forschungsprojekt ‚Les privilèges économiques en Europe, XVe-XIXe siècles: étude quantitative et comparative’. Von 2001 bis 2012 Organisator des ‚Irseer Arbeitskreises für vorindustrielle Wirtschafts- und Sozialgeschichte’. Auswahl aktueller Publikationen: ‘La constitution linguistique d’un métier : les tisserands de Münster en Westphalie au XVIIe siècle’, in: Noms de métiers et catégories professionnelles. Acteurs, pratiques, discours (XVe siècle à nos jours), Georges Hanne / Claire Judde de Larivière (Hg.), Toulouse 2010, 129–142; ‘Economies of Quality as a Concept for Research on Luxury’, in: Luxury in the Low Countries. Miscellaneous reflections on Dutch and Flemish material culture (1400–2000), Rengenier C. Rittersma (Hg.) (Geschiedenis en Erfgoedstudies), Brussels 2010, 26–44; ‚Praktiken des Handels. Geschäfte und soziale Beziehungen europäischer Kaufleute in Mittelalter und früher Neuzeit’, Mark Häberlein / Christof Jeggle (Hg.), (Irseer Schriften. Studien zur Schwäbischen Kulturgeschichte, N. F. 6) Konstanz 2010; ‘Pre-industrial Worlds of Production: Conventions, Institutions and Organizations’, in: Historical Social Research / Historische Sozialforschung No. 138, HSR 36.4 (2011), Special Issue, Conventions and Institutions from a Historical Perspective / Konventionen und Institutionen in historischer Perspektive, Rainer Diaz-Bone / Robert Salais (Hg.), 125–149.

Birgit Johler | Studium der Volkskunde/Europäischen Ethnologie und Romanistik in Wien, ab 1998 freie Wissenschafterin und Ausstellungsmacherin (u.a. Jüdisches Museum Wien, Sigmund Freud Museum Wien), wissenschaftliche Mitarbeiterin und Regieassistenz bei Projekten zur Zeitgeschichte. Zuletzt Forschungsprojekt zur jüdischen Nachbarschaft in Wien, aktuell Forschungsprojekte zur Psychoanalyse in Wien während der NS-Zeit sowie über das Österreichische Museum für Volkskunde in der Zeit von 1930–1950; seit 2008 auch Kuratorin am Österreichischen Museum für Volkskunde und externe Lehrbeauftragte am Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien mit Schwerpunkt Museologie.

Bronach Kane | Dr Bronach Kane, Lecturer in History, School of Humanities and Cultural Industries, Bath Spa University, Newton Park.

Gregor Kanitz | Studium der Geschichte, Philosophie, Deutsch als Fremdsprache; M.A. zur Körperpolitik der Weimarer Republik; 2005-2008 Stipendiat des Graduiertenkollegs”Mediale Historiographien” mit nahezu abgeschlossener Dissertation zu epistemischen Praktiken der Geistesgeschichte um Wilhelm Dilthey; seit 2008 verantwortl. Redakteur des “Archiv für Mediengeschichte” und Mitglied des Internat. Kollegs für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie Weimar. Einschlägige Publikation: „Expedition der Form. Blickgeschichte(n) amerikanischer Westpioniere“, in: Archiv fürMediengeschichte 2007 „Stadt-Land-Fluss“, S.93-104.

Anelia Kassabova | Studierte Geschichte, Ethnographie und Germanistik an der Sofioter Universität und promovierte dort im Fach Ethnologie mit einer Dissertation über den magischen Glauben und dessen Praxen in Bulgarien. 2001 schloss sie zusätzlich ein Doktoratsstudium an der Universität Wien zum Thema „Migration und Familie“ ab. Seit 1995 forscht und lehrt sie am Ethnographischen Institut mit Museum an der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften (BAW). Zahlreiche Lehrtätigkeiten führten sie an verschiedenste Universitäten (Sofia, Siegen, Regensburg). Zurzeit ist sie außerdem im FWF-Projekt “Visualisierungen von Familie, Geschlecht und Körper. Der Balkan ca. 1860-1950.” am Zentrum für Südosteuropäische Geschichte der Universität Graz beschäftigt. Anelia Kassabova hat eine Monografie und weitere Beiträge zu den Themen Wissenschaftsgeschichte, Familie und Migration, Geschichte der Sozialarbeit, und zur visuellen historischen Anthropologie veröffentlicht. Aktuelle Publikationen: Identities in frame. Photography and the Construction of a „National Body“ – the Example Bulgaria from the 1850ies to WW I. In: P. Hristov (Ed.): Migration and Identities (in Druck). Behinderte Kinder in der bulgarischen Pressefotografie: Visualisierungen als Strategie zur Aufdeckung oder zur Vertuschung sozialer Probleme. In: Ethnologia Balkanica (in Druck). Wurzeln und Wege. Kontinuitäten im Wandel der Bilder von Migration in Bulgarien. In: Ulf Brunnbauer, Karolina Novinscak und Christian Voß (Hg.): Gesellschaften in Bewegung. Emigration aus und Immigration nach Südosteuropa in Vergangenheit und Gegenwart (48. Internationale Hochschulwoche der Südosteuropa-Gesellschaft in Tutzing 5.-9. Oktober 2009. Verlag Otto Sagner, München-Berlin 2011, 265-288.

Philipp Klaas | Geboren 1983, von 2003-2008 Magisterstudium der Neueren und Neuesten Geschichte, Germanistik und Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Seit 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter im SNF-Forschungsprojekt zur ärztlichen Praxis von Cäsar Adolf Bloesch (1804-1863) am Institut für Medizingeschichte der Universität Bern. Forschungsschwerpunkte: Sozial- und Kulturgeschichte, Medizingeschichte, Psychiatriegeschichte.

Wolfgang Knapp | 2000: Sponsion Rechtswissenschaften, 2000-2007: Jurist in der Privatwirtschaft, 2007: Sponsion Geschichtswissenschaften, 2008-2011: Doktoratsstipendium des Vizerektorats für Forschung aus der Nachwuchsförderung der LFUI, 2010: Frankreich-Preis des Interdisziplinären Frankreichschwerpunktes der LFUI Graduiertenförderung Geistes-Sozial-und Kulturwissenschaften. Internationale Mobilität und wissenschaftlicher Austausch des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung. Publikationen: 17 Beiträge in: Reinalter, Helmut (Hrsg.), Biographisches Lexikon der demokratischen und liberalen Bewegungen in Mitteleuropa Bd.2/2. Teil. „liberté, égalité, fraternité vs. Für Gott, Kaiser, Vaterland“. Tirol und Andreas Hofer. Eine Analyse der Konzeption Held/Raum/Mythos, in: ZfGD Jg. 10 (2011), S. 131-148. Gemeinsam mit Oberhauser, Claus (Hrsg.), Hinter den Kulissen. Mythologische Sinnbildungen, erscheint Frühjahr 2012.

Stefanie Kollmann | MMMag.a studierte Geschichte, Germanistik und Sprachwissenschaft an der Universität Wien von 2003-2011 mit den Schwerpunkten mittelalterliche Literatur, Sprache und Kultur sowie Diskursanalyse und feministische Linguistik. Seit 2009 Doktoratsstudium der Geschichte an der Universität Wien zu dem Thema „Repräsentationen von Emotionen und Körper in Texten des 13. Jahrhunderts“ (Betreuerinnen: Christina Lutter, Edith Wenzel). Seit Januar 2011 assoziierte Kollegiatin am Graduiertenkolleg „Geschlecht als Wissenskategorie“ der Humboldt-Universität zu Berlin und ebenfalls seit 2011 assoziierte Mitarbeiterin beim Teilprojekt „Social and Cultural Communities across Medieval Monastic, Civic, and Courtly Cultures in High and Late Medieval Central Europe“ (Projektleitung: Christina Lutter) des SFB-Projekts „Visions of Community (VISCOM, Sprecher: Walter Pohl)“. Links: http://www2.hu-berlin.de/gkgeschlecht/stip.php#Stefanie und http://www.univie.ac.at/viscom/index_viscom.php?seite=latemedieval

Kerstin Lange | Geb. 1975, studierte Geschichte, Ethnologie und Erziehungswissenschaften in Hamburg. Von 2008 bis 2011 war sie Doktorandin im Promotionsstudiengang „Transnationalisierung und Regionalisierung vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart“ am Graduiertenzentrum Geistes- und Sozialwissenschaften der Research Academy der Universität Leipzig mit einem Dissertationsprojekt über den Kulturtransfer des Tango von Buenos Aires nach Paris und Berlin um 1900. Seit 2011 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Friedrich-Meinecke-Institut der FU Berlin im DFG-Projekt „Metropole und Vergnügungskultur. Berlin im transnationalen Vergleich, 1880-1930“.

Ernst Langthaler | Ebenfalls beteiligt bei Panel 9. Studium der Geschichte und Habilitation für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien, Gastprofessuren an den Universitäten Innsbruck und Wien sowie Gastlehraufenthalt an der Universität Santiago de Compostela/Spanien, derzeit Leiter des Instituts für Geschichte des ländlichen Raumes in St. Pölten sowie Lehrbeauftragter an der Universität Wien und der Universität für Bodenkultur Wien; Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Agrar- und Ernährungsgeschichte, ländliche Gesellschafts- und Umweltgeschichte, regionale Vergleichs- und Verflechtungsgeschichte; Adresse: ernst.langthaler@noel.gv.at.

Margareth Lanzinger | Derzeit Gastwissenschaftlerin am Historischen Seminar der Leibniz Universität Hannover, im Wintersemester 2011–2012 Gastprofessorin an der Freien Universität Berlin, im Sommersemester 2011 an der Universität Wien, 2008–2011 Inhaberin einer Elise Richter-Stelle am Institut für Geschichte der Universität Wien, 2005–2007 einer Hertha Firnberg-Stelle ebendort. Forschungsinteressen im Bereich der Mikrogeschichte, der Historischen Anthropologie und der Geschlechtergeschichte; Forschungsschwerpunkte: Verwandtschaft, Heirat und Ehe, Mitgift, Besitz und Verfügungsgewalt, Praxis des Rechts und der Verwaltung, Konstruktion von HeldInnen sowie historiographiegeschichtliche Themen. Mitglied im Team der HerausgeberInnen der Zeitschriften „L’Homme. Z.F.G.“ und „Historische Anthropologie“ sowie im Comitato dei Collaboratori der „Quaderni Storici“. Aktuelle Projekte: „Verwaltete Verwandtschaft. Eheverbote, Dispenspraxis und Dispenspolitik, 1780-1890“ (Habilitationsprojekt), gemeinsam mit Raffaella Sarti über „Die Erfindung einer Heldin“ und deren Wirkungsgeschichte (Buchprojekt) sowie über die Tiroler und Salzburger Anteile der Illyrischen Provinzen. Zuletzt erschienen ist ein gemeinsam mit Gunda Barth-Scalmani, Ellinor Forster und Gertrude Langer-Ostrawsky verfasster Band „Aushandeln von Ehe. Heiratsverträge der Neuzeit im europäischen Vergleich“ (2010) und ein gemeinsam mit Karin Gottschalk herausgegebenes L’Homme-Heft zum Thema „Mitgift“ (2011).

Verena Lehmbrock | Studium der französischen Sprache und Kultur (Université de la Sorbonne Paris) 1998-1999; Studium Philosophie und Neuere/Neueste Geschichte (Humboldt-Universität zu Berlin, University of Nottingham) 2000-2006; Magisterarbeit zum Thema “Der Freigeist und die große Vernunft des Leibes. Zu zwei Konzepten bei Friedrich Nietzsche”; 2007-2009 Volontariat / Consultant (Public Relations, Wissenschaftskommunikation) Scholz & Friends Agenda, zuständig für das Jahr der Geisteswissenschaften und das Wissenschaftsjahr 2009; seit Oktober 2009 Stipendiatin an der Doktorandenschule Laboratorium Aufklärung.

Anna Littmann | Geb. 1978, studierte Theaterwissenschaft, Neuere Deutsche Literatur und Soziologie an der Universität Bayreuth und der Freien Universität Berlin. Von 2005 bis 2007 war sie bei den Staatlichen Museen zu Berlin im PR- und Publikationsbereich tätig. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeitete sie von 2007 bis 2009 am Forschungsverbund „Theater und Fest in Europa”. Seit 2010 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FU Berlin im DFG-Forschungsprojekt „Metropole und Vergnügungskultur. Berlin im transnationalen Vergleich, 1880-1930” mit dem Dissertationsprojekt „Repräsentation und Metropole. Königliches Theater in der großstädtischen Gesellschaft in Berlin und London”. Letzte Veröffentlichungen: Theater und Fest in Europa Perspektiven von Identität und Gemeinschaft, hg. mit Erika Fischer-Lichte und Matthias Warstatt, Tübingen/Basel 2012; Die tausend Freuden der Metropole. Vergnügungskultur um 1900, hg. mit Tobias Becker und Johanna Niedbalski, Bielefeld 2011.

Christina Lutter | Ebenfalls beteiligt an Panel 5. Professorin für österreichische Geschichte an der Universität Wien; Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Kultur- und Geschlechtergeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit; Kulturwissenschaften / Cultural Studies. Studium der Geschichte, Romanistik und Historischen Hilfswissenschaften in Wien. Dissertation über Politische Kommunikation in der Frühen Neuzeit (Wien: Oldenbourg 1998); Studien-/Forschungsaufenthalte in Toulouse (1988/89), Venedig (1995/6) und Berlin (2001/2). Ihre Habilitation Geschlecht & Wissen, Norm & Praxis, Lesen & Schreiben. Monastische Reformgemeinschaften im 12. Jahrhundert (Wien: Oldenbourg 2005) erhielt mehrere Preise, darunter den Preis des Verbandes der Historikerinnen und Historiker Deutschlands für jüngst Habilitierte 2006. Von 1994 bis 2007 war sie Programmkoordinatorin der Forschungsprogramme Geistes-, Sozial- Kulturwissenschaften, stv. und interimistische Leiterin der Abt. Gesellschaftswissenschaften im ö. BM für Wissenschaft und Forschung. Sie ist Herausgeberin der Reihe Cultural Studies und Autorin des gleichnamigen Einführungsbandes (beides gem. mit Markus Reisenleitner, Löcker-Verlag), sowie der Reihe kulturwissenschaft (Turia+Kant) und Mitherausgeberin der Zeitschrift für Kulturwissenschaften (Transcript Verlag); Aktuelle Bücher: Hg., gem. mit Daniela Hammer-Tugendhat, Emotionen (=Zeitschrift für Kulturwissenschaften 2/2010); Zwischen Hof und Kloster. Kulturelle Gemeinschaften im mittelalterlichen Österreich (Wien: Böhlau 2010); Hg., Funktionsräume, Wahrnehmungsräume, Gefühlsräume. Mittelalterliche Lebensformen zwischen Kloster und Hof (Wien: Böhlau 2011). Aktuelles Forschungsprojekt: Social and Cultural Communities across Medieval Monastic, Civic, and Courtly Cultures in High and Late Medieval Central Europe (SFB Visions of Community (VISCOM), Sprecher: Walter Pohl, gefördert durch den FWF.

Elissa Mailänder Koslov | Studierte Literaturwissenschaft und Zeitgeschichte in Wien, Paris und Erfurt. 2007 promovierte sie an der École des Hautes Études en Sciences Sociales und war anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen. Von Oktober 2009 bis März 2012 arbeitete sie als DAAD Fachlektorin an der EHESS in Paris sowie am Centre interdisciplinaire d’études sur l’Allemagne (CIERA). Ab April 2012 wird sie als Associate Professor am Centre d’Histoire de Sciences Po Paris tätig sein. Forschungsschwerpunkte: Täter- und Helferforschung, Alltagsgeschichte der Gewalt, Geschlechter- und Sexualitätsgeschichte des Nationalsozialismus. Aktuelle Publikationen: Gewalt im Dienstalltag: Aufseherinnen im Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek, Hamburg: Hamburger Edition 2009. « Meshes of Power: The Concentration Camp as Pulp or Art House in Liliana Cavani’s The Night Porter, in: Daniel H. Magilow, Elizabeth Bridges, Kristin T Vander Lugt (Hrsg.), Nazisploitation ! The Nazi Image in Low-Brow Cinema and Culture, London/New York : Continuum 2012, S. 175-195. «Arbeitsaltag im Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek. Ein Blick auf das Neckverhalten unter Kollegen», in : Angelika Benz, Marija Vulescia (éd.), Alltag der Täter in nationalsozialistischen Lagern, Geschichte der Konzentrationslager 1933-1945, tome 14, Berlin : Metropol 2011, S. 184-198. “Everyday life in Nazi Germany. A Forum”, moderated by Andrew Stuart Bergerson (University of Missouri- Kansas City), panelists: Elissa Mailänder Koslov (Kulturwissenschaftliches Institut Essen), Gideon Reuveni (University of Melbourne), Paul Steege (Villanova University), and Dennis Sweeney (University of Alberta), in: German History 2009, vol. 27, No. 4, S. 560-579.

Maria Mair | Mag.a, studierte Geschichte, Gender Studies und Kulturwissenschaften an der Universität Wien und an den Humboldt Universität zu Berlin. Von 2007 bis 2009 war sie Mitarbeiterin am Schwerpunkt für Visuelle Zeit- und Kulturgeschichte des Instituts für Zeitgeschichte an der Universität Wien (Leiter: Frank Stern). 2010 schloss sie ihr Studium mit einer Diplomarbeit zum Thema „Selbst“-Repräsentationen in den Prologtexten des ‚Hortus Deliciarum‘ und ‚Liber Scivias‘. Zum Verhältnis von Selbst, Gemeinschaft und Geschlecht in hochmittelalterlichen „Wissens“-Texten an der Universität Wien ab (Betreuerin: Christina Lutter). Seit März 2010 promoviert Maria Mair zum Thema Gemeinschaftskonzepte in historiographischen Quellen des ausgehenden 13. und beginnenden 14. Jahrhunderts und absolviert den Masterstudienlehrgang Geschichtsforschung, Historische Hilfswissenschaft und Archivwissenschaft (Betreuer/innen: Christina Lutter, Walter Pohl) am Institut für österreichische Geschichtsforschung an der Universität Wien. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin bei dem von Christina Lutter geleiteten Teilprojekt Social and Cultural Communities in Late Medieval Europe des vom FWF geförderten SFB Visions of Community. Comparative Approaches to Ethnicity, Region and Empire in Christianity, Islam and Buddhism (400-1600 CE) (Sprecher: Walter Pohl). Ihre Forschungsinteressen umfassen Theorien und Methoden der Historiographie, konstruktivistische Identitätstheorien sowie Kultur- und Geschlechtergeschichte des Mittelalters.

Mark Mersiowsky |

Daniel Morat | Geb. 1973, studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Publizistik in Göttingen und Princeton und promovierte 2006 mit einer Arbeit über Martin Heidegger und die Brüder Ernst und Friedrich Georg Jünger. 2005-2007 war er Post-Doc am Göttinger Graduiertenkolleg „Generationengeschichte”. Seit 2007 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Friedrich-Meinecke-Institut der FU Berlin, seit 2009 als Dilthey-Fellow der Fritz Thyssen Stiftung mit einem Habilitationsprojekt zur Klanggeschichte der Großstadt um 1900. Seit 2010 leitet er zusammen mit Prof. Dr. Paul Nolte das DFG-Projekt „Metropole und Vergnügungskultur. Berlin im transnationalen Vergleich, 1880-1930”. Letzte Veröffentlichungen: Politik und Kultur des Klangs im 20. Jahrhundert, hg. mit Christine Bartlitz und Jan-Holger Kirsch, Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 8 (2011) 2; Gewalt und Gesellschaft. Klassiker modernen Denkens neu gelesen, hg. mit Uffa Jensen, Habbo Knoch und Miriam Rürup, Göttingen 2011.

Peter Moser | Berufslehre als Kaufmann, praktische Tätigkeit in der Landwirtschaft, Studium der Geschichte und Volkswirtschaft auf dem zweiten Bildungsweg in Bern und Galway; Initiant und Leiter des Archivs für Agrargeschichte (AfA). Forschungsschwerpunkte: Irische Geschichte, Agrargeschichte, Geschichte der ländlichen Gesellschaft. Adresse: (www.agrararchiv.ch).

Johanna Niedbalski | Geb. 1977, studierte Geschichte, Soziologie und Europäische Ethnologie an der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2008-2009 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsverbund „Theater und Fest in Europoa. Zur Inszenierung von Identität und Gemeinschaft“; von 2009-2010 Koordinatorin des Internationalen Graduiertenkollegs „InterArt“. Seit 2010 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG Projekt „Metropole und Vergnügungskultur. Berlin im transnationalen Vergleich, 1880-1930“ an der FU Berlin. Letzte Veröffentlichungen: Die tausend Freuden der Metropole. Vergnügungskultur um 1900, hg. mit Tobias Becker und Anna Littmann, Bielefeld 2011; Fest, Spiel und Theater im Vergnügungspark. Attraktionen und ihr Transfer um 1900, in: Erika Fischer-Lichte, Matthias Warstat, Anna Littmann (Hg.), Theater und Fest in Europa. Perspektiven von Identität und Gemeinschaft, Tübingen/Basel 2012.

Claus Oberhauser | Seit Februar 2011 Doc-Stipendiat der Österreichsichen Akademie der Wissenschaften am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie an der LFU-Innsbruck. Auszeichnungen/Stipendien/Förderungen: Leistungsstipendium der LFU 2006, Stipendium „Richard & Emily Bahr-Stiftung Schaffhausen“, 2008/2009 Doktoratsstipendium aus der Nachwuchsförderung der Leopold-Franzens Universität Innsbruck (3. Tranche 2009), Stipendium für die Durchführung „Kurzfristiger wissenschaftlicher Arbeiten im Ausland“, LFU-Innsbruck 2010.Best-Paper-Award 2010, Historia Scribere. Projekte/Mitgliedschaften: Basics Geschichte: Anpassung der Lehre auf den neuen Studienplan, 2009; Mitglied des Privatinstituts für Ideengeschichte. Wissenschaftliche Tätigkeiten: Redakteur der „Zeitschrift für Internationale Freimaurer-Forschung (IF)“, Redakteur des Biographischen Lexikons zur Geschichte der demokratischen Bewegungen in Mitteleuropa (Schriftenreihe der Internationalen Forschungsstelle „Demokratische Bewegungen in Mitteleuropa 1770-1850“), Frankfurt am Main 2011. Forschungsschwerpunkte: Verschwörungstheorien, Aufklärung, Gegenaufklärung, Theorie der Geschichte, Geheimgesellschaften, Politische Mythen.

Andreas Oberhofer | Geboren in Brixen (Südtirol), studierte an der Universität Innsbruck Geschichte und Deutsche Philologie (Diplom). Das Studium schloss er mit einer Edition der „Urkunden des Pfarrarchivs von Meransen (Südtirol)“ 2002 ab. 2006 wurde er mit der Dissertation „Weltbild eines ‚Helden‘ – Andreas Hofers schriftliche Hinterlassenschaft“ promoviert, die 2008 in der Reihe der „Schlern-Schriften“ (Nr. 342) als Monographie erschien. 2009 folgte das zweite Buch „Der Andere Hofer – Der Mensch hinter dem Mythos“ ebenfalls in der Reihe der „Schlern-Schriften“ (Nr. 347) nach, 2010 die teilweise überarbeitete italienische Fassung der Dissertation mit dem Titel „Andreas Hofer (1767-1810). Dalle fonti alla storia” (Grenzen/Confini 13, Pubblicazioni della Fondazione Museo storico del Trentino). Daneben hat Oberhofer mehrere Aufsätze zum Thema 1809 bzw. Andreas Hofer in regionalen, nationalen und internationalen Sammelbänden und Zeitschriften publiziert, zur Zeit beschäftigt er sich in erster Linie mit der Rezeption dieses prägenden Kapitels der Tiroler Regionalgeschichte. Als primärer Forschungsschwerpunkt ist die Sozialgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts zu nennen. Von 2002 bis 2007 war Andreas Oberhofer Mitarbeiter des Interreg III-A-Projektes „Historiae morborum. Die Krankengeschichten des Franz von Ottenthal“, in welchem Praxisjournale eines Südtiroler Landarztes aus dem Zeitraum von 1848 bis 1899 in eine Datenbank übertragen wurden. Auch aus dieser Tätigkeit resultierten mehrere Veröffentlichungen in Sammelbänden. In den Jahren 2009/10 arbeitete Oberhofer zudem an einem zweiten Interreg-Projekt, „Psychiatrische Landschaften. Die Psychiatrie und ihre Patientinnen und Patienten im historischen Raum Tirol-Südtirol von 1830 bis zur Gegenwart“, mit. In diesem Rahmen war er an der Konzeption und Umsetzung einer Wanderausstellung beteiligt. 2008/09 war Oberhofer als Koordinator des Forschungsschwerpunktes „Politische Kommunikation und die Macht der Kunst“ tätig, seit 2010 zeichnet er, nunmehr als Universitätsassistent, für die Koordination der interfakultären Forschungsplattform „Politik Religion Kunst. Plattform für Konflikt- Kommunikationsforschung“ an der Universität Innsbruck verantwortlich. Durch ein von der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol finanziertes Drittmittelprojekt, „Die Brixner Inschriften. Bestandsaufnahme der epigraphischen Zeugnisse des Mittelalters und der frühen Neuzeit“, übt er sich derzeit auch in der Feldforschung, die eine willkommen Abwechslung zur Arbeit im Archiv, in Bibliotheken oder im Büro bietet.

Ines Rebhan-Glück | 2004-2010 Diplomstudium Geschichte an der Hauptuniversität Wien; Februar 2010 Abschluss des Studiums, Diplomarbeit betreut von ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Christa Ehrmann-Hämmerle: »„Wenn wir nur glücklich wieder beisammen wären…“ Der Krieg, der Frieden und die Liebe am Beispiel der Feldpostkorrespondenz von Mathilde und Ottokar Hanzel (1917/18)«. Seit März 2010 Doktoratsstudium der Philosophie (Geschichte) an der Universität Wien, Dissertationsprojekt: „Liebe in Feldpostbriefen – Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg (Ein Vergleich.)”. Seit Mai 2010 Projektmitarbeiterin (praedoc) des FWF-Projekts „(Über) Liebe schreiben? Historische Analysen zum Verhandeln von Geschlechterbeziehungen und -positionen in Paarkorrespondenzen des 19. und 20. Jahrhunderts”. Publikationen: “Die Liebe in Zeiten des Krieges – Zur Feldpostkorrespondenz eines Wiener Ehepaares“, erscheint als Aufsatz im Jahr 2012 in einem Band zum Ersten Weltkrieg der Zeitschrift „Österreich in Geschichte und Literatur“ (2/2012) gem. mit Markus Wurzer: H-Soz-Kult-Tagungsbericht zu: “‘Other Fronts, Other Wars?’ 6th Biennial Conference of the International Society for First World War Studies”, Universität Innsbruck, 21.-23. September 2011.

Jörg Rogge | Apl. Prof. und akd. Direktor am Historischen Seminar sowie Sprecher des Forschungsschwerpunktes Historische Kulturwissenschaften  der JGU Mainz. Er ist u.a. Mitglied im Vorstand der International Society for Cultural History und des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte in Münster. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die europäische Geschichte des späten Mittelalters sowie Methoden und Theorien der Kulturgeschichte. Im Sommersemester 2012 ist Jörg Rogge Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz in Wien. Zu seinen aktuellen Veröffentlichungen zählen:  Cultural History in Europe. Institutions, Themes, Perspectives, hg. von J. Rogge, Bielefeld 2011; Funktion, Bedeutung und Leistungen der Kulturgeschichte – Anmerkungen zur aktuellen Debatte, in: Helmut Reinalter (Hg.), Krise der Geisteswissenschaften? Ihre Bedeutung und gesellschaftliche Relevanz heute, Weimar 2011, S. 97-111; Historische Kulturwissenschaften. Eine Zusammenfassung der Beiträge und konzeptionelle Überlegungen, in: Kusber, Jan u.a. (Hg.): Historische Kulturwissenschaften. Positionen, Praktiken und Perspektiven, Bielefeld 2010, S. 351-379.

Cathleen Sarti | M.A., ist seit 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften an der Universität Mainz. Seit April 2009 promoviert sie bei Prof. Dr. Matthias Schnettger am Historischen Seminar der Universität Mainz, Arbeitsbereich Neuere Geschichte zum Thema „Absetzungen von Herrschern im 16. und 17. Jahrhundert im protestantischen Nordeuropa“. Ihr Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Buchwissenschaft und Philosophie schloss sie im März 2009 an der Universität Mainz mit einer Arbeit zu „Gelehrten Begegnungen auf dem Wiener Kongreß 1814/15“ ab. Von 2000 bis 2003 machte sie eine Ausbildung zur Buchhändlerin in Essen. Forschungsinteressen umfassen Theorie und Methode der Geschichtswissenschaft, Wissenschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit, Ideengeschichte der Frühen Neuzeit, Buch- und Mediengeschichte, Eliten in der Frühen Neuzeit, Geschichte und Neue Medien und Digital History. Seit ihren Abschlussprüfungen führt Cathleen Sarti ein wissenschaftliches Blog, in dem sie aus den unterschiedlichsten Bereichen des wissenschaftlichen Arbeitens berichtet.

Martin Schaffner | Von 1986 bis 2005 Professor für Neuere allgemeine und schweizerische Geschichte an der Universität Basel. Er hat sozialgeschichtlich, historisch-anthropologisch, aber auch politikgeschichtlich gearbeitet. Seit seiner Emeritierung ist er an pluridisziplinären Forschungsprojekten im schweizerischen Alpenraum beteiligt. Daneben schreibt er politikgeschichtliche Essays und engagiert sich in aktuellen Debatten über Menschenrechts- und Demokratiefragen. Zuletzt u.a.: Furcht vor dem Volk? In: Werkstatt Geschichte 49, 2008; Zur Universalität der “Déclaration des droits de l’homme et du citoyen” von 1789, 2009 (www.mensch-im-recht.ch); Sozialgeschichte und Naturgeschichte. In: P. Maeder u.a. Hg., Wozu noch Sozialgeschichte? Göttingen 2012.

Markus Schermer |

Mathilde Schmitt | Studium der Agrar- und Sozialwissenschaften sowie der Soziologie an den Universitäten München, Essen und Dortmund; Gastprofessorin an der HU Berlin, den Universitäten Göttingen und Innsbruck; Forschungsstipendiatin beim DFG-Graduiertenkolleg Geschlechterverhältnis und sozialer Wandel, Universität Dortmund, und am Five College Women Studies Research Center in Mount Holyoke/USA; derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Gebirgsforschung: Mensch & Umwelt der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Innsbruck; Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Rurale Frauen- und Geschlechterforschung, Agrar-, Ernährungs-, Umweltsoziologie, Methoden der empirischen Sozialforschung; Adresse: mathilde.schmitt@oeaw.ac.at.

Antonia von Schöning | Studierte Europäische Medienkultur in Weimar und Lyon. Von 2008-2009 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur „Geschichte und Theorie künstlicher Welten“ der Bauhaus-Universität Weimar, seit 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin am NFS Bildkritik eikones in Basel. Ihr Promotionsprojekt trägt den Titel „Das ozeanische Paris. Eine kartographische Historiographie der Hauptstadt des 19. Jahrhunderts“. Einschlägige Publikation: „KartenWissen und Kanalisation“, in: Stefan Günzel/ Lars Nowak (Hrsg.): KartenWissen. Territoriale Räume zwischen Diagramm und Bild, Wiesbaden 2011 (im Erscheinen).

Erhard Schüttpelz | Professor für Medientheorie, Universität Siegen, Dissertation „Figuren der Rede. Zur Theorie der rhetorischen Figur“ Universität Bonn 2003; Habilitation an der Universität Konstanz: „Die Moderne im Spiegel des Primitiven. Ethnologie und Weltliteratur (1870-1960)“ Einschlägige kulturgeschichtliche Publikation: „Die medienanthropologische Kehre der Kulturtechniken. In: Archiv für Mediengeschichte Nr. 6: Kulturgeschichte als Mediengeschichte (oder vice versa)?, Weimar 2006. S. 87-110.

Ulrich Schwarz | Studium der Geschichte an der Universität Wien; derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte des ländlichen Raums in St. Pölten und Dissertant an der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien; Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: historische Diskursanalyse, Mikrogeschichte ländlicher Machtbeziehungen, populare Autobiographik; Adresse: uws@gmx.at.

Brigitte Semanek | Studium der Geschichte und der Sprachwissenschaft an der Universität Wien, Museologische Weiterbildung in Wien, Krems und Graz. Dezember 2011 Abschluss des Studiums mit der Diplomarbeit „Politik im Tagebuch von Rosa Mayreder in der Zwischenkriegszeit. Möglichkeiten einer Diskursanalyse“. April 2010 bis Dez. 2011 freie Mitarbeiterin in der „Sammlung Frauennachlässe“ am Institut für Geschichte der Universität Wien. Seit Januar 2012 Projektmitarbeiterin (praedoc) im FWF-Projekt „(Über) Liebe schreiben? Historische Analysen zum Verhandeln von Geschlechterbeziehungen und -positionen in Paarkorrespondenzen des 19. und 20. Jahrhunderts”. Publikation: Diskursanalyse und Tagebuchforschung: Politik im Tagebuch von Rosa Mayreder 1918-1937, in: Wiener Linguistische Gazette 75 (2011), 141-160, online unter: http://www.univie.ac.at/linguistics/publikationen/wlg/.

David Sittler | Studium der Geschichte, Osteuropäischen Geschichte und Kunstgeschichte an den Universitäten Bonn (1998-2002) u. Göttingen (2002-2006). Magisterarbeit zu St. Petersburgals Bühne der Februarrevolution 1917. Von 2008-2010 Stipendiat des Graduiertenkollegs Mediale Historiographien und promoviert zur „Geschichte der metropolitanen Straße als Massenmedium, Chicago 1870-1930“. Das Projekt befindet sich in der Endphase. Einschlägige Publikation: „Tat-Ort und Schau-Platz? 1919“, in: Häusler, Anna/ Henschen, Jan (Hrsg.), Topos Tatort, Fiktionen des Realen, Bielefeld, 2011.

Barbara Staudinger | Geboren 1973 in Wien. 1991-1997: Studium der Geschichte und Theaterwissenschaft an der Universität Wien, Studium der Judaistik an der Universität Wien. Dissertation zur Judenfeindschaft und jüdischen Rechtsstellung am Reichshofrat, 1559-1670 (2001). 1998-2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Forschungsprojekt „Germania Judaica IV – Austria Judaica“ am Institut für jüdische Geschichte Österreichs/St. Pölten. 2005-2007 Kuratorin am Jüdischen Museum München. Ab September 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für jüdische Geschichte Österreichs mit einem Forschungsprojekt zu Max Grunwald und zur Jüdischen Volkskunde. Vorstandsmitglied des Instituts für die Erforschung der Frühen Neuzeit Mitglied der Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte der Juden (GEGJ). Seit 2002 Lektorin an der Universität Wien. Forschungsschwerpunkte: Jüdische Geschichte in Österreich und im Heiligen Römischen Reich in der Neuzeit, Jüdische Kulturgeschichte.

Hubert Steinke | Geb. 1966, Studium der Medizin, Kunstgeschichte und Geschichte in Bern, Dr. med. Bern 1995, PhD in Geschichte an der University of Oxford 2003, seit 2011 Professor für Geschichte der Medizin in Bern. Hauptforschungsgebiet: Theorie und Praxis der Medizin von der Frühen Neuzeit bis ins 19. Jahrhundert.

Isik Tamdogan |

Anton Tantner | Geboren 1970; 1993 Diplomarbeit zu den “Schlurfs”, einer Jugendsubkultur während des Nationalsozialismus; seit 1995 Lehrbeauftragter an der Universität Wien; 1999-2002 Mitarbeiter beim FWF-Projekt “Die Spur der Romantik in Wien”; 2004 Dissertation “Ordnung der Häuser, Beschreibung der Seelen – Hausnummerierung und Seelenkonskription in der Habsburgermonarchie”; 2004/05 Junior Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften, Wien; 2007-2010 Leiter des FWF-Projekts “Europäische Adressbüros in der Frühen Neuzeit”; 2011 Einreichung der Habilitationsschrift “Adressbüros im Europa der Frühen Neuzeit”; WS 2012/13 bewilligtes Research Fellowship am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften, Wien; Homepage mit Publikationsverzeichnis: http://tantner.net; Weblog: http://adresscomptoir.twoday.net

Heidemarie Uhl | Historikerin und Kulturwissenschaftlerin an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien, Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte. 1988 – 2000 Mitarbeiterin der Abteilung Zeitgeschichte der Universität Graz, 2005 Habilitation im Fach Allgemeine Zeitgeschichte an der Universität Graz, Lehrbeauftragte an den Universitäten Wien und Graz. 1993 Förderungspreis des Ludwig-Jedlicka-Gedächtnispreises, 1999 Viktor Adler-Staatspreis für die Geschichte sozialer Bewegungen. Fellow am IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften Wien und am Berliner Zentrum für vergleichende Geschichte Europas. Gastprofessuren am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, an der Hebrew University Jerusalem und an der Universität Straßburg. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Gedächtnistheorie und -kultur, österreichische / europäische Identitäts- und Geschichtspolitik.

Alois Unterkircher | Mag., geb. 1971 in Innsbruck, Studium der Europäischen Ethnologie/Volkskunde, Germanistik und Geschichte an der Universität Innsbruck, Stipendiat am Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung, Stuttgart, und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck; Forschungsschwerpunkte: Sozialgeschichte der Medizin, Geschichte der Männlichkeiten, Bergbauzentren der Frühen Neuzeit als geographische, territoriale und soziale Räume; Letzte Publikationen: Ausser Konkurrenz? Strategien der Inanspruchnahme einer Südtiroler Landarztpraxis um 1890 bei Erkrankungen von Kindern, in: Gesnerus. Schweizerische Zeitschrift für Geschichte der Medizin und Naturwissenschaften 2012 [im Druck]; „Closed Mining Communities“? Zum sozialen Profil zweier Dörfer in der Schwazer Montanregion im 18. Jahrhundert, in: Tiroler Heimat 2012 [im Druck]; Medikale Räume. Zur Interdependenz von Raum, Körper, Krankheit und Gesundheit, Bielefeld 2010 (gem. mit Nicholas Eschenbruch und Dagmar Hänel).

Brigitte Mazohl-Wallnig | Gebürtige Südtirolerin, lehrte nach ihrem Studium in Salzburg und Wien (Promotion 1971) und längeren Forschungsaufenthalten in Deutschland und Italien als Universitätsdozentin für Neuere Geschichte an der Universität Salzburg (Habilitation 1986). Nach Gastprofessuren in Innsbruck und Klagenfurt wurde sie im Jahr 1993 als ordentliche Universitätsprofessorin für österreichische Geschichte an die Universität Innsbruck berufen, wo sie seither tätig ist. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Rahmen der österreichischen, deutschen und italienischen Geschichte in der Zeit zwischen dem 18. Jahrhundert und dem Ersten Weltkrieg und betreffen insbesondere Fragen von Recht, Verwaltung und Politik, von Herrschaft und Kommunikation. Als einer der frühesten Vertreterinnen einer feministisch orientierten Geschichtswissenschaft hat sie auch zahlreiche Arbeiten zur Frauen- und Geschlechtergeschichte veröffentlicht.

Jens Wietschorke | Geb. 1978, studierte Empirische Kulturwissenschaft/Euro­päi­sche Ethno­lo­gie, Neu­ere Deutsche Literatur und Philosophie in Tübingen, Wien und Berlin, Studienabschluss als M.A. 2005. 2006-2008 war er Stipendiat der Gra­du­iertenförderung des Berliner Senats (NaFöG), Pro­mo­tion 2009 an der HU Berlin mit einer his­to­ri­schen Studie zur bürgerlichen Sozialreform und sozialen Mis­­sion in Berlin zwischen Kaiserreich und Wei­marer Republik. Seit Dezember 2009 als As­sis­tent am Institut für Europäische Ethnologie der Uni­versität Wien. Schwerpunkte in For­schung und Leh­re: Stadtforschung und Stadtanthropologie, His­torische Kulturana­lyse, So­zialgeschichte der Archi­tek­tur und des Wohnens, Wis­sen­schafts­ge­schichte. Zahlreiche Publikationen, u.a. in: Geschichte und Gesellschaft, Historische Anthropologie, Zeitschrift für Volkskunde, Jahr­buch für Historische Bildungsforschung, Interna­tio­nales Archiv für Sozialgeschichte der deut­schen Literatur.

Eberhard Wolff | Studium und Promotion in Empirischer Kulturwissenschaft (Volkskunde) an der Universität Tübingen. Habilitation in Kulturwissenschaft an der Universität Basel. Arbeitet im Überschneidungsbereich von Medizingeschichte und Kulturwissenschaft in Forschung, Lehre, Museum und Journalismus in Innsbruck, Bern, Zürich und Basel. An der Universität Innsbruck derzeit Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Projekt “Die ‘Historiae Morborum’ des Dr. Franz von Ottenthal”. Veröffentlichungen: siehe Literaturliste

Stefan Zahlmann | Prof. Dr.; Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Mittleren Geschichte, Pädagogik, Deutschen Philologie an der Universität Münster (1990-1995), Magisterarbeit zur Körperbildern in der Konsumwerbung (1995); Promotion mit einer Dissertation zur filmischen Konfliktkulturen an der Universität Münster (1999), Habilitation zu medialen Erinnerungskulturen an der Universität Konstanz (2007). Lehr- und Forschungsaufenthalte in Berlin, Wien, Washington und Philadelphia. Professor für Theorie und Geschichte von Medienkulturen des 18. bis 20. Jahrhunderts an der Universität Wien (seit 2010). Aktuelle Publikationen: Wie im Westen, nur anders. Medien in der DDR. Berlin 2010.